Nachhaltige Entwicklung hat für L’Oréal Österreich seit jeher oberste Priorität. SHARING BEAUTY WITH ALL hat einen neuen Meilenstein gesetzt und globale Ziele definiert, zu deren Erreichung jedes Land - gemäß seiner lokalen Situation und Rahmenbedingungen - tatkräftig beiträgt. L’Oréal Österreich hat zahlreiche Initiativen ins Leben gerufen, die sich aus unserer lokalen Aktivität ergeben und mit denen wir konkreten Bedürfnissen in Österreich Rechnung tragen wollen.

Auch wenn L’Oréal in Österreich keine Forschungseinrichtungen, Produktionsstätten oder Logistikzentren betreibt, gibt es unzählige Möglichkeiten, die Nachhaltigkeit unseres Handelns noch mehr zu fördern. Lokale Projektteams erarbeiten regelmäßig neue Maßnahmen, die nachhaltige Innovation, Produktion, Konsum und Entwicklung fördern.

 

DIE SCHWERPUNKTE SIND

Nachhaltigkeit an den Verkaufsstellen: POS Material 

In Österreich findet zwar keine Produktentwicklung statt, aber der Großteil unserer Werbemittel wird lokal entwickelt und produziert. Zum Schwerpunkt POS gehören daher Maßnahmen zur Verringerung des Fußabdrucks unserer verkaufsfördernden Werbematerialien (Verwendung von zertifiziertem Papier und Karton, Karton- statt Plastikaufsteller, Entwicklung von wiederverwendbaren Displaymodulen, Mengenoptimierung, nachhaltiger Einkauf, Vermeidung langer Transportwege, Vermeidung von Luftfracht, Einsatz wiederverwendbarer Paletten).

2016 sind wir eine Partnerschaft mit Altavia eingegangen, durch die wir auf ein internationales Netzwerk nachhaltiger Lieferanten zugreifen können. 

Nachhaltige Verwendung auslaufender Produkte: Beauty for All  

L’Oréal ist als führendes Kosmetikunternehmen innovativ und setzt neue Trends. Unsere Forschung entwickelt laufend neue Produkte, erneuert bestehende und bringt saisonale Trends heraus. Als Folge davon werden regelmäßig Produkte aus dem aktuellen Sortiment genommen, die weiterhin verkehrsfähig und intakt sind. Diese Auslaufware machen wir neuen Zielgruppen zugänglich und können damit unserer Mission „Beauty for All“ wieder ein Stück näherkommen.

Maßnahmen in diesem Bereich sind ein 2014 eröffneter Outlet-Store in Parndorf sowie Kooperationen mit dem Sozialmarkt Wien und Humanitären Organisationen wie der Caritas. Durch derartige Kooperationen können Menschen Zugang zu Beautyprodukten erhalten, die zu ihrem Wohlbefinden und zu einem positiven sozialen Erscheinungsbild beitragen.

Nachhaltiger Waren-Transport zu Distributoren 

Dazu gehören Maßnahmen zur Verringerung des Fußabdrucks beim Transport der Ware von der Logistikzentrale zum Kunden. Durch Optimierungen bei der Wahl der Transportmittel, Palettierung und Lieferfrequenzen haben wir bereits beachtliche Einsparungen des CO2 Ausstoßes erreicht.

Nachhaltige Standorte 

Bereits 2011 hat L’Oréal Österreich am Projekt Ökoprofit des Öko Business Plans der Stadt Wien teilgenommen. Ziel war die Verringerung des Fußabdrucks an unseren beiden Standorten, der Zentrale und der L‘Oréal Akademie für professionelle Produkte. Im Zuge dessen wurden damals zahlreiche Maßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs und der Papiermenge, zur Optimierung des Firmenfuhrparks und zur Abfallvermeidung gesetzt.

Seither werden laufend neue Maßnahmen entwickelt, um weitere Verbesserungen unseres Office-Fußabdrucks zu erreichen, wie etwa die Einführung von Wasserspendern, die Verwendung von geschreddertem Altpapier als Füllmaterial, etc. Ein weiterer Schritt ist eine Kooperation, die wir mit der Wirtschaftsuniversität Wien eingegangen sind. In ihrem Rahmen soll unter anderem auch der Aspekt der internen Bewusstseinsbildung für nachhaltiges Arbeiten erörtert werden.

Auch von unserer Zentrale in Paris kommt dazu ein neuer Impuls. Im September 2016 hat die L’Oréal Gruppe das Projekt „Nachhaltiges Arbeiten“ lanciert, das in den kommenden Monaten schrittweise auch in Österreich umgesetzt wird. Es enthält erstmals auch bezifferte Ziele für die Reduktion von Wasser, CO2 und Abfall in unseren Büros und Betriebsstätten sowie für nachhaltige Mobilität der Mitarbeiter

Nachhaltige Wiederverwendung leerer Produktverpackungen: Recycling

Mit der Marke Vichy als Vorreiter beschreitet L‘Oréal neue Wege beim Recycling von Kosmetikprodukten in Österreich. Statt leere Produktverpackungen zu verbrennen, werden sie  wiederverwertet. Für diese Kooperation mit österreichischen Apotheken holte Vichy TerraCycle an Bord, den Experten in der Wiederverwertung schwer recycelbarer Abfälle.

Konsumenten können leere Vichy-Produkte in Apotheken abgeben, wo sie in eigens dafür aufgestellten Boxen gesammelt werden. Durch die separate Sammlung können die Kosmetikprodukte erstmals zu 100 Prozent recycelt werden. Im Recyclingprozess wird der gesammelte Abfall nach Metall, Glas und Kunststoff getrennt. Das Metall und das Glas werden eingeschmolzen und wiederverwendet. Die Kunststoffe werden extrudiert und zu Pellets geformt, die zur Herstellung von Produkten aus Recyclingkunststoff verwendet werden. Das Recycling ist umweltfreundlich und schont zusätzlich natürliche Ressourcen.

Neben dem direkten Recycling-Nutzen schafft diese Initiative darüber hinaus auch bei Endverbrauchern ein besseres Bewusstsein für nachhaltigen Konsum.

Nachhaltiges Personalmanagement 

Mit seinem Mitarbeiterprogramm Share & Care verfolgt L’Oréal das Ziel, Mitarbeitern auf der ganzen Welt Vorsorgen, Krankenversicherung und Weiterbildung nach den höchsten Standards des jeweiligen Landes zu gewähren.

L’Oréal Österreich hat dieses Programm in einem neuen, umfassenden Leistungspaket für Mitarbeiter umgesetzt. Darin wurden bestehen Maßnahmen zum Schutz und der Absicherung unserer Mitarbeiter angepasst und im Umfang erweitert (Unfall-, Ablebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung). Zudem wurde ein Karenzurlaub für Väter eingeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Neben einem umfangreichen Angebot an externen und internen Seminaren verfügt L’Oréal über eine umfassende E-Learning Plattform, die laufend durch neue Trainingsangebote ausgebaut wird.

Beteiligung von Communities und Einschluss von benachteiligten Gesellschaftsgruppen in unsere Tätigkeit 

Dazu gehören alle Maßnahmen, mit denen wir Menschen mit Benachteiligungen am Arbeitsmarkt an unserer Tätigkeit beteiligen oder unser Know-how mit ihnen teilen können. Dabei kann die Beteiligung entweder direkt durch Recruiting erfolgen oder indirekt durch Auswahl von Lieferanten, die Menschen mit Benachteiligungen beschäftigen.

Im Bereich Recruiting haben wir diverse Maßnahmen zur Erreichung von Barrierefreiheit gesetzt. Dazu gehören intern die Schaffung eines Bewusstseins für Menschen mit besonderen Bedürfnissen (zB durch eine Disability Awareness Week mit Workshop zur Gebärdensprache) sowie externe Initiativen zur Positionierung als barrierefreier Arbeitgeber (Teilnahme an spezifischen Jobbörsen und Nutzung spezifischer Plattformen).

Auch bei der Auswahl der Lieferanten spielt der soziale Aspekt „Solidarity Sourcing“ eine Rolle. Darunter verstehen wir unsere Ambition, möglichst viele benachteiligte Menschen an der L’ORÉAL Wertschöpfungskette zu beteiligen. Aus diesem Grund geben wir Lieferanten den Vorzug, die Menschen mit Beeinträchtigungen und Nachteilen am Arbeitsmarkt zur Ausführung unserer Aufträge beschäftigen. Kooperationen dieser Art gibt es vorrangig im Bereich Lohnverpackung und Konfektionierung von Produktdisplays, sowie im Bereich Catering.

Die gezielte Weitergabe von Know-how setzen wir unter anderem in unserem neuen Programm FIT FOR THE JOB um. Mit diesem Modultraining für den Karrierestart sollen Studenten mit Migrationshintergrund durch praktische Tipps und Vermittlung von Jobfertigkeiten optimal auf das Berufsleben vorbereitet werden. FIT FOR THE JOB ist eine Ausweitung unserer langjährigen Partnerschaft mit START Schülerstipendien, im Rahmen derer wir jährlich vier Schüler aus Wien fördern (siehe dazu mehr auf der Seite „Unterstützung für junge Menschen mit Migrationshintergrund“)